
Das Internet bietet uns unzählige Möglichkeiten, die jedoch Hand in Hand mit neuen Herausforderungen gehen, insbesondere im Bereich der Online-Sicherheit. Auch unser berufliches und privates Leben vermischt sich immer mehr mit dem Internet. Deutsche verbringen laut einer Studie von NordVPN fast 25 Jahres ihres Lebens online. Der heutige „Safer Internet Day“ ist daher für uns ein Anlass dir Tipps aufzuzeigen, wie du dich sicherer im Internet bewegen kannst.
Von der Verwendung sicherer Passwörter, der Nutzung von Zwei-Faktor-Authentifizierung, bis hin zum Datenschutzcheck – wir möchten dich dabei unterstützen, sicher durch das World Wide Web zu surfen.
Starke Passwörter verwenden
Die Verwendung von starken und einzigartigen Passwörtern bildet die erste Verteidigungsmaßnahme gegen unbefugten Zugriff auf deine Konten. Durch die Kombination von Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen erstellst du ein robustes Passwort, das schwer zu knacken ist.
Grundsätzlich gilt: Je länger und komplizierter das Passwort, desto geringer die Chance, dass dieses geknackt wird. Um ein 13-stelliges Passwort zu knacken – vorausgesetzt du nutzt ein Passwort, das aus Ziffern, Klein- und Großbuchstaben sowie Sonderzeichen besteht – bräuchte man eine prognostizierte Zeit von 2.953.626 Jahren (Quelle: 1PW – Brute-Force-Attacken).
Übrigens, die beliebtesten Passwörter, die 2023 in Deutschland benutzt worden sind (und wie schnell sie zu knacken sind) sind die folgenden:
Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren
„Bitte geben Sie den Code ein, der Ihnen via Textnachricht geschickt worden ist.“ Kennst du diese Nachricht? Wenn ja, herzlichen Glückwunsch! Die Zwei-Faktor-Authentifizierung ist wie ein zusätzliches Schloss für deine digitalen Türen. Aktiviere diese Funktion, um eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzuzufügen, die man als Außenstehender nicht so schnell durchdringen kann. Selbst wenn jemand dein Passwort kennt, benötigt er immer noch eine zusätzliche Bestätigung via Text-Nachricht an dein Smartphone. Sicher ist sicher.
Datenschutzeinstellungen überprüfen
Deine persönlichen Informationen sind wertvoll. Laut der Studie von NordVPN geben wir leichtfertig Informationen von uns Preis. Dazu gehören unter anderem: Vor- und Nachname (72,4 %), Geburtsdatum (71,3 %), vollständige Adresse (61,8 %), Beziehungsstatus (36,9 %), Berufsbezeichnung (33,6 %) sowie die Bankverbindung (32,8 %) und unsere Vorlieben und Abneigungen (26,9 %).
Überprüfe regelmäßig die Datenschutzeinstellungen auf sozialen Medien und anderen Plattformen, um sicherzustellen, dass du nur das teilst, was du teilen möchtest. Und das am besten auch nur mit den Personen, die du wirklich kennst.
Sicherheitssoftware verwenden
Eine effektive Antivirensoftware überprüft Dateien auf deinem Computer, oder zum Beispiel aus Anhängen einer E-Mail, auf schädliche Software. Sie ist also so etwas wie ein digitaler Wachposten, der dein Notebook oder deinen PC vor Angriffen schützt. Halte diese Software auf dem neuesten Stand, um gegen die neuesten Bedrohungen gewappnet zu sein. Sollten doch einmal Viren, Trojaner oder andere Schädlinge gefunden werden, kannst du diese isolieren und herausfinden woher sie stammen. So verhinderst du außerdem, dass dir eine Infizierung noch einmal passiert.
Misstrauisch gegenüber Phishing-Links sein
„WICHTIGE NACHRIHT – BITTE GLECIH LE$EN – HOLEN SIE IHREN G€WINN AB!“ Sind schonmal solche E-Mails in dein Postfach geflogen? Nicht immer sind Phishing-Mails so offensichtlich.
Öffne keine verdächtigen Links in E-Mails, SMS oder sozialen Netzwerken. Phishing-Angriffe versuchen oft, dich dazu zu bringen, sensible Informationen preiszugeben (siehe im Abschnitt Datenschutz dazu, welche sensiblen Informationen wir gerne Preis geben). Überprüfe immer die Echtheit von Links, indem du dir die URL genau anschaust. Der wichtigste Indikator, gerade bei Phishing-Mails, ist der Absender. Auch wenn der Mail-Inhalt täuschend echt aussieht, ist es häufig die Mailadresse des Absenders, die den Betrug verrät. Achte hier unbedingt auf den richtigen Absender und, wenn du dir nicht sicher bist, melde dich lieber persönlich bei einem Ansprechpartner des angeblichen Absenders.
Regelmäßig Updates durchführen
Dein Notebook fragt dich schon zum wiederholten Mal, ob du nicht endlich mal dein Windows-Update durchführen möchtest? Ja, wir wissen es: diese Nachrichten sind nervig und tauchen immer zu den unpassendsten Zeiten auf. Aber klicke die Nachricht nicht weg! Halte dein Betriebssystem, deine Software und deine Apps auf dem neuesten Stand, indem du regelmäßige Updates durchführst. Diese Updates enthalten oft Sicherheitsverbesserungen, die Notebook, Smartphone & Co. vor bekannten Bedrohungen schützen oder Sicherheitslücken schließen.
Online-Shopping sicher gestalten
„Dies ist keine sichere Verbindung.“ Diese Meldung wird dir wahrscheinlich in deinem Browser-Fenster angezeigt, wenn du auf eine Website stößt, die nicht nach dem neuesten HTTPS-Standard verschlüsselt ist. HTTPS, das für Hypertext Transfer Protocol Secure steht, dient als Protokoll, um Daten auf sichere Weise zu übermitteln. Wird dir die oben genannte Meldung im Browser angezeigt, heißt es „Vorsicht!“. Achte beim Online-Shopping darauf, dass die Website eine sichere https-Verbindung verwendet und dass die Zahlungsmethoden vertrauenswürdig sind.
Fazit
Indem wir uns bewusst mit den grundlegenden Prinzipien der Internet-Sicherheit und den Risiken auseinandersetzen, können wir die Chancen des Internets voll ausschöpfen, ohne dabei die Kontrolle über unsere Sicherheit zu verlieren. Der Safer Internet Day erinnert uns daran, dass die Verantwortung für unsere digitale Sicherheit in unseren eigenen Händen liegt. Machen wir gemeinsam das Internet zu einem sichereren Ort für uns alle.
Ratgeber Veröffentlicht am: 14. Februar 2023
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